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Die dunkle Seite der Macht ist sehr verführerisch. Viele Frauen und Männer sind ihr schon verfallen. Unrecht erscheint Recht, Prinzipien werden verraten und man selbst merkt es oftmals nicht.
So scheint es derzeit auch der GRAS zu gehen. Nach eigenen Aussagen eine Fraktion, die zu den Guten gehören müßte:
„Wir stellen Eigeninteresse und Fraktionspolitik in den Hintergrund. Basisdemokratie und Konsensprinzip sind auch in der ÖH Grundlage für alle Entscheidungen.“
Die Praxis sieht leider anders aus, bei Kritik wird schnell das grüne Lichtschwert gezückt. Ein Beispiel: Mit den Jahren hat sich eingebürgert, dass jede Fraktion immer ungefähr zur selben Zeit ihre Party(s) veranstaltet. So war es zum Beispiel üblich, dass die PLUS die Easter-Party ausrichtet. Heuer darf die PLUS diese Party nicht veranstalten, da sie einer Hälfte der Exekutive zu kritisch war. Nach dem Motto: „Ihr dürft uns zwar in einigen Bereichen helfen, aber niemals kritisieren“ wird die Mitarbeit der PLUS in den Gremien aber sehr wohl „dankend“ angenommen.
Aufgrund der koalitionsbedingten Stimmenmehrheit war es für die GRAS kein Problem, der PLUS den Easterpartytermin abzusprechen und sich selbst unter den Nagel zu reißen. Praktische Konsequenz: Die PLUS sitzt bis Juni finanziell auf dem „Trockenen“ und muss sich dadurch in ihren Tätigkeiten entsprechend einschränken. Entweder war das ohnehin das gewünschte Ergebnis, oder aber diese Nebenwirkung wurde zumindest bewußt in Kauf genommen, denn vor der Abstimmung gaben die Mandatarinnen und Mandatare der PLUS die drohenden Auswirkungen zu Protokoll:
„Wie der Universitätsvertretung bekannt ist, finanziert sich die PLUS fast ausschließlich über Unipartys. Aufgrund einer Streichung eines Partytermins der PLUS durch das Rektorat entgeht der PLUS ein Drittel der Einnahmen durch Unipartys. Die PLUS ist die einzige Fraktion die durch die Streichung betroffen wurde. Erstmals seit Jahren wurde bei der Terminvergabe kein Konsens erzielt. Da der PLUS der übliche Easterpartytermin verwehrt wurde, verfügt die PLUS bis Ende Juni über keine Finanzmittel.
Die Plattform Unabhängiger Studierender kritisiert diese Vorgehensweise bei der Vergabe der Unipartytermine.“
Die dunkle Seite der Macht ist sehr verführerisch. Viele tapfere Frauen und Männer sind ihr schon verfallen.