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Die unabhängigen Fachschaftslisten Österreichs (FLÖ) wundern sich über die realitätsfremde Forderung von Rektor Badelt nach einer Beschränkung des Master-Zuganges an den Universitäten.
Wien –
Fast genau so oft wie die Forderung der RektorInnenkonferenz nach Zugangsbeschränkungen an den österreichischen Universitäten, hört man von der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung die mehr als eindringliche Warnung, dass für die österreichische Wirtschaft zu wenig hochqualifizierte Arbeitskräfte verfügbar sind. Aus diesem Grund stellt sich für die unabhängigen Fachschaftslisten Österreichs die Frage nach den Beweggründen für eine solche Forderung der RektorInnenkonferenz.
„Offenbar zählen für die österreichischen RektorInnen kurzfristige Budgetargumente mehr als die Absicherung und Weiterentwicklung des österreichischen Wirtschaftsstandortes“, bemerkt Hartwig Brandl, FLÖ-Bundessprecher. „Nun ist die österreichische Bundesregierung gefordert, die Finanzierung der österreichischen Universitäten abzusichern“, stellt Daniel Gunzer, Vorsitzender der ÖH an der Uni Klagenfurt fest.
Die unabhängigen Fachschaftslisten Österreichs fordern die RektorInnenkonferenz auf, nicht länger die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen und alle Vorschläge zu unterlassen, die eindeutig dem Bologna-Gedanken widersprechen. „Es kann keine Lösung sein, dass nur jene Studierenden, die an der gleichen Universität einen Bachelor abgeschlossen haben, auch ein Masterstudium an dieser Universität absolvieren können“, schließt Hartwig Brandl.
Die unabhängigen Fachschaftslisten Österreichs (FLÖ) sind die einzige große parteiunabhängige Fraktion innerhalb der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH). Sie stellen derzeit 9 Vorsitzende der Universitätsvertretungen in ganz Österreich. Weiters ist die FLÖ mit 14 von 66 Mandatarinnen und Mandatare die drittstärkste Fraktion in der Österreichischen Bundesvertretung. Seit Juli 2007 stellt die FLÖ mit Hartwig Brandl auch den Vorsitzenden der ÖH-Bundesvertretung.