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Senat will Qualifikationssemester vermeiden

Leerer Hörsaal

Das Rektorat hat das bereits durch die Medien bekannte Qualifikationssemester für Erstsemestrige dem Senat vorgelegt. Der Senat hat allerdings in einer Arbeitsgruppe (in der die Studierenden durch Simone Kohlbacher und Wolfgang Wagner vertreten waren) ein eigenes, studierendenfreundlicheres Konzept ausgearbeitet. Der markanteste Unterschied liegt Verfahren zur Auswahl der aufzunehmenden Studierenden:

  • Beim Qualifikationssemester sollte eine Obergrenze festgelegt werden. Durch Prüfungen wird ein Ranking erstellt und nur die Besten 230 bzw. 180 (pro Studienjahr) dürfen prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen besuchen.
  • Beim Alternativkonzept hingegen sollen Studierende Zusammenfassungen zu studienrelevanten Themen verfassen. Wenn diese positiv bewertet werden, bekommen die betreffenden Studierenden Zugang zu prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen, egal wie viele Studierende das insgesamt sind. Somit wird nicht nur das bei Qualifikationssemestern entstehende Konkurrenzdenken ausgeschalten, sondern gemeinschaftliches Lernen wird sogar gefördert. Eventuell anfallende Zusatzkosten für Lehrveranstaltungen würden aus Drittmitteln (Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds) ermöglicht.

Vertreter des Psychologieinstituts sowie Vizerektorin Hesse lehnten den Vorschlag des Senates vehement ab. Der Senat sprach sich dafür aus, dass die Institute selbst entscheiden sollten, welches Modell sie anwenden wollen. Jetzt bleibt aber zuerst die Reaktion des Universitätsrates und der Institutsvorstände abzuwarten. Inzwischen werden die Studienvertretung Publizistik und die Arbeitsgruppe „Studien“ des Senates weiter an Lösungen arbeiten.

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