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Durch eine Änderung bei den Studienbeihilfen (Stipendien) wirst du wesentlich mehr Stunden – im Extremfall doppelt so viele – nachweisen müssen. Die zweite Verschärfung besteht darin, dass du den Nachweis jedes Jahr bringen musst, statt wie bisher nur nach den ersten beiden Semestern. Während rote, grüne, blaue und schwarze Fraktionen ÖH-Wahlkampf betreiben, kämpft die PLUS gemeinsam mit den Fachschaftslisten Österreichs (FLÖ) (externe Website) gegen die Novelle des Studienförderungsgesetzes.
Die Neuregelung, die bis Ende Mai in Begutachtung ist, sieht vor, dass du jedes Studienjahr Prüfungen im Ausmaß von 40 ECTS-Punkten absolvieren musst, damit du weiterhin dein Stip bekommst. Um in Mindeststudienzeit fertig zu werden, musst du jedes Studienjahr Lehrveranstaltungen im Wert von 60 ECTS-Punkten besuchen.
Diese Zahlen sind über das gesamte Studium gerechnete Durchschnittswerte. Insbesondere für das erste Studienjahr kann und gegen Ende des Studiums gibt es Fälle, die wesentlich härter getroffen werden:
Falle Diplomarbeit oder Dissertation: Diese beiden großen Arbeiten haben mindestens 24 ECTS-Punkte, und dauern meist mehr als ein Semester. Um auf 40 von 60 Punkten zu kommen, wirst du diese Arbeiten in Zukunft bis Ende August fertig stellen müssen. Beispiel erstes Studienjahr Informatik: zwei Semester zu je 24 Stunden. Bisher hast du 16 erfolgreich absolvierte Stunden nachweisen müssen, in Zukunft zwei Drittel von 48 Stunden, also 32 Stunden. Das entspricht exakt einer Verdoppelung.
Fazit: Dieser Entwurf ist eine Frechheit und wird dazu führen, dass viele Studierende ihr Stipendium verlieren werden. So sieht also die ?soziale Abfederung? der Studiengebühren aus: zuerst den Stipendienbezieherkreis unter großem Mediengetöse marginal erhöhen und dann über die Hintertüre der Definition des „günstigen Studienerfolgs“ die Beihilfen radikal zusammenkürzen. Die PLUS kämpft gemeinsam mit den Fachschaftslisten Österreichs (FLÖ) gegen diesen Stipendienraub! Wer Stip kriegt, ist nicht reich, Frau Gehrer!