Montag, 27. März 2006 22:00
Über die Autorin bzw. den Autor
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Helga
Punk-Schaf |
Nicht so gut wie Sex, aber besser als die anderen.
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Der Schein regiert
Der Schein regiert in der ÖH Klagenfurt, und heilig sind sie alle. Jahrelang war es üblich, dass – ungeachtet aller politischen Differenzen zwischen Exekutive und Opposition – die Terminvergabe für die Uni-Parties stets einvernehmlich erfolgte. Erst wenn alle Fraktionen mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden waren, wurden die Termine an die Universität weitergeleitet. Und noch eines war langjähriger Usus: die jeweils stimmenstärkste Fraktion erhielt einen zusätzlichen Party-Termin.
Seit etwas mehr als einer Woche ist alles anders. Am Freitag, den 17. März 2006, haben GRAS und VSStÖ mit ihrer Stimmenmehrheit beschlossen, der PLUS nicht nur den ihr zustehenden dritten Party-Termin, sondern gleich auch noch die fast schon traditionelle PLUS-Easter-Party wegzunehmen. Denn diesen Termin wollte die GRAS.
Was mich an der ganzen Sache erstaunt, ist nicht das brutale „Drüberfahren“, denn das bin ich als politisch interessiertes Schaf von den Parteien bereits gewohnt. Verblüffend ist die Tatsache, dass eine konsensorientierte, basisdemokratische Gruppierung, die ihr „Eigeninteresse in den Hintergrund“ stellt, dafür verantwortlich ist: die GRAS. „Aber halt,“ werden manche jetzt sagen, „was hast Du denn erwartet? Sind halt auch nix besser.“ Darauf muss ich dann erwidern: Nein, das kann nicht sein, denn heute habe ich eine E-Mail bekommen, in der stand:
„Allen GRASis sind die Studierenden, die CampusKultur und eine, für alle offene Uni wichtig. Wir stellen Eigeninteresse und Fraktionspolitik in den Hintergrund. Basisdemokratie und Konsensprinzip sind auch in der ÖH Grundlage für alle Entscheidungen.“
Und ihnen glaube ich. Denn sie sind ja anscheinend alle Heilige (externe Website).