Mittwoch, 5. November 2008 21:45
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Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken ;-)
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Das Uni-Versum und die Dummheit
Das kürzlich von der Tageszeitung Presse übernommene Online-Medium CHiLLi.cc berichtet über die neue Zeitschrift der ÖH-Bundesvertretung (externe Website). Als ehemaliger PROGRESS-Redakteur bin ich in dieser Kontroverse natürlich nicht unparteiisch. Ich möchte auch keinesfalls alle Artikel in allen jemals erschienen PROGRESS-Ausgaben verteidigen. Manches Mal habe ich mich über einen Text geärgert (öfters vor, selten auch nach Amtsantritt der GRAS-FLÖ-VSStÖ-Koalition (externe Website)). Aber gilt nicht auch für unsere (professionellen) Lieblingszeitungen? Wer ist schon immer mit allen Beiträgen eines Mediums einverstanden? Sowohl der Journalismus als auch die Öffentlichkeit an sich leben von der Debatte.
Nun ist es zweifellos legitim, eine Art studentisches Rondo herausgeben zu wollen, locker und fluffig, ohne kontroversielle Themen, aber dafür mit Lifestyle-Appeal. Ich und andere mögen das für politisch falsch und publizistisch langweilig halten, aber hey, auch Woman und das Diners Club Magazin (externe Website) haben ihre Zielgruppe. Nur: eine solche Zeitschrift sollte dann zumindest handwerklich gut gemacht sein. Weder Layout noch Überschriftentextierung noch Lektorat des neuen ÖH Uni-Versum halten einem Vergleich auch nur mit einer mittelmäßigen Schülerzeitung (externe Website) stand.
Das wäre per se schon ein verantwortungsloser Umgang mit Studierendengeldern, endgültig pervers wird es aber dadurch, dass die Redaktion und auch das Layout- und Lektoratsteam für eine Übergabe zur Verfügung gestanden wären. Aber die neuen Verantwortlichen hielten das für unnötig, ebenso wie die Beantwortung von E-Mails. Vorsatz also, was auch Samir Al-Mobayyed (ÖVP-AG) gegenüber CHiLLi.cc bestätigt hat: „Es bringt nichts, wenn man das Angebot einer Einschulung annimmt, wenn man ohnehin alles neu machen möchte.“
Angesichts der Qualität des Endprodukts darf man diese Einstellung getrost als dumm (externe Website) bezeichnen.
Nachtrag: Mit einiger Verspätung berichtet nun auch der Online-Standard über die neue Zeitschrift (externe Website).