Dienstag, 17. Juni 2008 09:21
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Helga
Punk-Schaf |
Nicht so gut wie Sex, aber besser als die anderen.
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Interessante Zeiten
„Mögest du in interessanten Zeiten leben (externe Website)“ lautet angeblich ein alter chinesischer Fluch. Auch wenn der Spruch wahrscheinlich nur gut erfunden ist, so kann man ihm eine gewisse Treffsicherheit nicht absprechen. An den Unis und speziell an der Uni Klagenfurt sind momentan wahrlich „interessante“ Zeiten zu erleben.
BM Hahn hat nun doch noch vor dem Sommer seinen Entwurf für die Novellierung des Universitätsgesetzes 2002 (externe Website) vorgelegt. Dieses Gesetz war nun ohnehin nicht gerade ein Ausbund an demokratischen Tugenden, aber selbst das dem vorgeblichen Philosophen am Ministerthron noch zu viel: Neben einer Freigabe der Studiengebühren für Studierende, die nicht aus dem EWR stammen, soll es „qualitative“ Zugangsbeschränkungen für alle Master- und Doktoratsstudien geben. Quasi nebenbei wird der Senat bei der Wahl der Rektorin oder des Rektors entmachtet und der übermächtige externen Universitätsrat als bequemes Ruhepolster für ausgediente Politikerinnen und Politiker hergerichtet. Bäh!
Aber, als wären die Zeiten nicht schon interessant genug, in Klagenfurt soll ja auch noch geputscht (externe Website) werden. Die Genossinnen und Genossen vom SPÖ-VSStÖ wollen unbedingt mit der ÖVP-AG koalieren. Denn dann lässt sich ja viel besser Parteiwerbung machen. Auch wenn diese ÖVP-AG sich weigert, gegen Zugangsbeschränkungen und die Freigabe der Studiengebühren aufzutreten. Das steht nach der außerordentlichen Sitzung der Universitätsvertretung am Samstag fest.
Wie es weitergeht, steht noch nicht fest, auch wenn die Mehrheitsverhältnisse nichts Gutes für eine parteiunabhängige ÖH Klagenfurt erwarten lassen. Eine Gruppe von unabhängigen Studierenden hat begonnen, Unterschriften gegen die von den Parteifraktionen geplante Abwahl (externe Website) von Daniel und Eve zu sammeln. Vielleicht gewinnen in diesen interessanten Zeiten doch noch die vernünftigen Stimmen die Oberhand.