Freitag, 11. Mai 2007 23:00
Über die Autorin bzw. den Autor
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Helga
Punk-Schaf |
Nicht so gut wie Sex, aber besser als die anderen.
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Geradeaus gegen den rechten Weg
Dieser Tage gibt es für ein Schaf wie mich rund um die Uni ja allerlei zu erleben. Verschiedene Fraktionen stehen im (mal mehr, mal weniger) fairen Wahlkampf miteinander und buhlen jede auf ihre Art um die Gunst der Studierenden. Der Wahlkampf ist, trotz ihrer oft wunderlichen Auswüchse, gelebte Demokratie und gut so.
Ein paar schwarze Schafe gibt es jedoch leider im bunten Allerlei. Der Ring Freiheitlicher Studenten „mistet aus.“ Die Erklärung zu den richtungsweisenden Plakaten findet sich in ihrem Publikationsorgan „Der Ring“ (externe Website).
Der RFS fordert „ein Abschaffen aller von der ÖH finanzierten Organe, deren Aktivitäten sich nicht dem Wohl der Studentenschaft, oder wenigstens Studenten einzelner Fachbereiche, im Ganzen, sondern nur der Befriedung von Gelüsten einiger Weniger dienen. Weder Schwulenfahrten nach Gott weiß wo, noch pseudoemanzipatorische Agitation, noch Filmabende merkwürdiger Themenwahl, sollten aus den pekuniären Mitteln unser Aller gespeist werden.“ Später heißt es: „Es kann auch nicht angehen, dass ein Stück Blech, dessen einziger Daseinszweck von vornherein die Verärgerung der Klagenfurter Bevölkerung und der demokratisch gewählten Kärntner Regierung war, zur gesamtstudentischen Frage erklärt wird. Fortan soll dieses Konstrukt nicht mehr unsere gemeinschaftliche Kasse belasten.“
Gesellschaftspolitische Fragestellungen gehen uns alle an. Wir Studierende sind es, die die Zukunft unserer Welt gestalten und sich kritisch mit dem auseinandersetzen sollen, was Politik und Machtverhältnisse der Gegenwart ausmachen. Es ist unsere demokratische Aufgabe, gegen Diskriminierungen aufzutreten und unsere Stimme zu erheben, wenn es um die Rechte von Minder- (im Sinne von Homo-, Bi-, Transsexuellen, Kärntner Sloweninnen und Slowenen sowie all die anderen, die bei den Filmabenden merkwürdiger Themenwahl thematisiert werden) und noch immer nicht chancengleichen Mehrheiten (Frauen) geht.
Ich bin bestürzt darüber, dass sich Studierende auf die Fahne heften, unsere Universität der Vielfalt auszumisten. Was dann bleibt, ist Einfalt.
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