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Wissenschaftsminister Johannes Hahn lässt gerne vor allem in der lehrveranstaltungsfreien Zeit seinen Visionen der Bildungspolitik freien Lauf. So lies er im Dezember mit einer möglichen Beschränkung der Masterstudiengänge aufhorchen. Ganz so überraschend kam das nicht. Pfiffen es doch schon die Spatzen von den Dächern. Die Forderungen der Universitätenkonferenz (vormals Rektorenkonferenz) würden somit umgesetzt.
Da gibt das »dynamische Duo« Christoph und Christoph richtig Gas. Die Wirtschaftskammer und ihr Chef Christoph Leitl versuchen dem Bachelorabschluss mehr Gewicht verleihen. Die Nicht-Zulassung zum Master wäre für die eine oder den anderen Studierenden vielleicht eher verkraftbar. Der Vorteil den sie sieht: »die konkreten Bedürfnisse der Wirtschaft sind dabei der zentrale Ausgangspunkt«. Der Chef der Universitätenkonferenz Christoph Badelt spricht gar von »kürzeren Ausbildungszeiten«.
Studien zeigen aber, dass der Bachelor nicht wirklich als Studienabschluss gesehen wird. So wollen laut Studierendensozialerhebung 80 Prozent der Studierenden nach dem Bachelorstudium einen Master anhängen. Das Bachelor-Master-System ist Teil des Bologna-Prozess, der europaweit um sich greift. Er ist eine Chance alte Strukturen aufzubrechen und vor allem für mehr Mobilität und Vergleichbarkeit zu sorgen. Aber von Beschränkung hat in Bologna niemand was gesagt.