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Der großkoalitionäre Rot-Schwarze Vorsitz der ÖH Klagenfurt lässt sich sein Image ganz schön was kosten. Die allseitsbekannte Plakatserie »Du bist ÖH«, zeigt einzelne Referentinnen und Referenten sowie den Vorsitz der ÖH. Was nicht dabei steht ist, dass diese alle entweder der ÖVP-nahen Aktionsgemeinschaft (AG) oder dem SPÖ-nahen Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) angehören.
Die Kosten für die Kampagne hat der Vorsitz in der letzten Sitzung der Universitätsvertretung mit ca. 2.200 Euro angegeben. Wenn das so ist, kostet jedes aufgehängte Plakat (210 wurden gedruckt) umgerechnet ca. 10 Euro. Ob eine solche Verwendung der Studierendenbeiträge sinnvoll ist (jeder Student bzw. jede Studentin bezahlt 15 Euro pro Semester) bleibt dahingestellt. Mit dem Hintergrund der bevorstehenden ÖH-Wahlen wirkt das jedenfalls sehr eigenartig. Zumal die Plakate keine nützlichen Informationen für Studierende enthalten.
Andere (unabhängige) Referate, die laufend Projekte organisieren oder täglich Studierende beraten sind nicht Teil der Kampagne, geraten hier in den Hintergrund und bleiben unsichtbar. Nicht zuletzt deshalb haben sich diese in der Sitzung über die unnötigen Kosten dieser Kampagne beschwert. Die ÖH-Beiträge könnten sinnvoller genützt werden. Allerdings sind die rot-schwarzen-Nachwuchspolitikerinnen und -politiker auf diesem Ohr taub. Überhaupt: Ein gutes Image schafft man nicht durch solche Kampagnen, sondern indem Probleme der Studierenden in Angriff genommen werden und sachlich gearbeitet wird. Plakate ohne Inhalt sind nicht mehr als leere Hülsen eines planlosen Dahinwurschtelns auf Kosten derer, für die eigentlich gearbeitet werden sollte: den Studierenden.