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Schuliversität?

Kind mit Schultüte

Mit »Nie mehr Schule!« widmete Falco (RIP), seiner Freude über die überstandene Schulzeit sogar ein eigenes Lied. So euphorisch sind zwar nicht alle, aber nachvollziehbar ist es wohl für viele. Aber wie geht es nach der Schule weiter? Fachhochschule (FH) oder Universität. Ein großer Unterschied zwischen den beiden Wegen liegt wohl in der Eigenverantwortung.


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Daniel Gunzer
Studienvertretung Publizistik

FH: fixe Stundenpläne, durchgehend Anwesenheitspflicht, Prüfungstermine sind vorgegeben. Dass »Schule« im Namen vorkommt ist kein Zufall.

Uni: Stundenpläne müssen selbst erstellt werden, Prüfungstermine sind frei wählbar, Anwesenheitspflicht nur, wo sie notwendig erscheint. Eigenverantwortung wird groß geschrieben. Eine Regelung die nicht unwesentlich diese Eigenverantwortung ermöglicht, hat einen Namen: Freie Wahlfächer. Studierende können selbst wählen, in welchen Bereichen sie sich vertiefen wollen. Es gibt keine Einschränkungen seitens der Universität. Ein Umstand der interdisziplinäres und individuelles Lernen erst ermöglicht. Allerdings tragen die Studierenden die Verantwortung selbst. Ein »Sammeln« von »einfachen« Lehrveranstaltungszeugnissen ist vermutlich der leichtere Weg. Ob das bei künftigen Vorstellungsgesprächen aber gut ankommt darf getrost bezweifelt werden.

Freie Wahlfächer bieten also eine immense Chance für Bildungsvorteile, setzen aber ein gewisses Maß an Eigenverantwortung voraus. Wer die Chance nutzen will, sollte die freien Wahlfächer also bewusst inhaltlich und nicht nach dem Arbeitsaufwand auswählen.

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