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Die sogenannte Parkraumbewirtschaftung ist schon seit einigen Jahren und nicht erst seit wenigen Wochen im Gespräch. Die Verbindung Hauptbahnhof-Uni galt schon seit dem Sommer als fix (wir berichteten in der Juni-Ausgabe 2006). Was neu ist, sind die Chancen auf einen Bahnhof durch die Fußball-Europameisterschaft im nächsten Jahr.
Parkplatzsuchen. DIE Trendsportart an der Uni Klagenfurt, könnte ab Herbst ein teures Hobby werden. Denn die so genannte »Parkraumbewirtschaftung« bedeutet für Studierende nichts anderes als Parkgebühren. Über deren Höhe lässt sich zwar nur spekulieren, aber sie sollen immerhin sozial, und nach der Entfernung zum Wohnort gestaffelt werden. Damit zahlen nur Klagenfurterinnen und Klagenfurter (die weniger als 45 Minuten mit dem öffentlichen Verkehr zur Uni bräuchten) den vollen Preis.
Apropos »Öffentlicher Verkehr«: auch der soll ausgeweitet werden. »Mittelfristig« (d. h. bei Politikern so viel wie: »Bald, oda a nie.«) soll es einen Bahnhof Minimundus geben. Die Uni will dabei auf den Wellen des EM-Fiebers mitschwimmen, denn der Bahnhof wäre auch ein guter Zubringer fürs neue Stadion. »Kurzfristig« (d. h. bei Politikern so viel wie: »Daweil amal, damit i mei rua hab.«) wird die Frequenz der Uni-Busse erhöht, und eine direkte Verbindung zum Hauptbahnhof sicher gestellt. Aber auch die »Öffis« sind nun mal nicht ganz billig und Gratis-Busse zur Uni, wie sie etwa den gratisparkenden Pendlerinnen und Pendler auf dem »Park-and-Ride«-Parkplatz Minimundus zur Verfügung stehen, sind nicht vorgesehen.
»Unser Interesse liegt nicht in der Einhebung von Gebühren, sondern in einer bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr.«, stellt Uni-Sprachrohr Karin Waldher klar. Gebäudeverwalter Erich Schauer muss das Problem mit der, oft zu geparkten Feuerwehrzufahrt am West-Parkplatz lösen, sieht daher keine Alternative zu einer Schrankenregelung, wünscht sich aber auch einen kostengünstigeren öffentlichen Verkehr, und, als Betriebsrat der Uni-Bediensteten möglichst geringe Parkgebühren. Die ÖH ist natürlich gänzlich gegen die Gebühren. Aber wenn sie eigentlich keiner will, warum werden dann Gebühren eingehoben?
Erstens, weil die, sicherheitstechnisch unumgängliche Beschrankung des West-Parkplatzes, viel Geld verschlingt. Zweitens, weil die Uni ihre Parkflächen bereits jetzt teuer vom Bund mieten muss, und dank der Bildungspolitik in der Ära Gehrer, notorisch knapp bei Kasse ist. Und Drittens, weil man hofft, Studierende vom Auto auf die »Öffis« umzugewöhnen und damit mehr Parkplätze frei zu machen. Ob Letzteres aufgeht, bleibt zu bezweifeln und es besteht die Gefahr, dass Studierende in Zukunft für einen Parkplatz zahlen, den sie dann nicht bekommen, da die Schranke am West-Parkplatz wegen Überfüllung unten bleibt. Das macht den Trendsport Parkplatzsuche zwar spannender, aber auch zu einem ziemlich teuren Spaß.