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We are Grinderman, we sound like kicking ´round a garbage can

Grinderman: Nick Cave, Warren Ellis, Martyn Casey und Jim Sclavunos.

»Bad Seed« ist zu brav, »Grinderman« trifft es eher.

Nick Cave ist jetzt der Grinderman. Entstehung: Der Chef meint zu seinen drei Jungs von den Bad Seeds: »Sagt den Frauen, wir brechen auf.«

Nach sechs(!) Tagen kommen Cave, Warren Ellis (Violine), Jim Sclavunos (Drums) und Martyn P. Casey (Bass) aus dem Studio zurück und bringen räudigen Blues mit.


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Norbert Süßenbacher
PLUS.Punkt-Redakteur

Thema

Die Liebe hat Cave hart erwischt, wie eine (Wasser-)Bombe ist sie eingeschlagen, doch weder Ethel noch Alice wollen etwas von ihm wissen. Einsam wie der Mann im Mond ist er und singt den »No Pussy Blues«. »Get on with it« möchte man ihm zurufen. Tatsächlich besinnt er sich – »Honey Bee, I don´t need you to set me free«, greint er und braucht nur seine Kumpels um sich jammend vom engen kompositorischen Korsett der Bad Seeds freizuspielen.

Sound

»grinta« ist slowenisch und bedeutet »Schmutz«/»Dreck«. Grindig klingt es, wenn Cave sich hinter seinem Flügel hervorwagt und die Gitarre würgt, bis sie jammert, jault und winselt. Gut so, gib´s ihr!

Fazit

Wär´s ein »echtes« Debut, ich hätt´ glatt ´ne neue Lieblings-Band! Für Cave ist Grinderman ein Schritt zurück in frühe, punkige Zeiten und ein Seitensprung weg von den Piano-Balladen à la »No more shall we part«. Gib dem Affen Zucker!

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