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Redlichkeit und so

Dieser Kommentar könnte sich mit wissenschaftlicher Redlichkeit, mit Anstand, Moral und so Zeugs beschäftigen. Tut er aber nicht. Dieser Kommentar ist eine angewiderte Streitschrift gegen einen Mann, der auszog, uns armen kleinen Zitier-Sünderlein das Fürchten zu lehren.


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Wolfgang Rößler
Wolfgang Rößler
Freier Journalist

Die Rede ist von einem Hans-Peter Martin der Diplomarbeiten. Von einem Mann, dessen überdimensionierter Zeigefinger nur von seiner unerträglichen Selbstgerechtigkeit und seinem schier unermesslichen Geltungsdrang überragt wird: Die Rede ist vom selbst ernannten »Plagiatsjäger« Stefan Weber. Vor einigen Jahren hat er seine Klagenfurter Studierenden wegen eines Micky-Maus-Problems im Regen stehen gelassen. Jetzt holt Weber zum zweiten Schlag aus – ohne Rücksicht auf den Flurschaden für die Universität, die Wissenschaft und die Studierenden.

Eine Universität bietet genügend Möglichkeiten, Ungereimtheiten in einer wissenschaftlichen Arbeit aufzuzeigen. Für eine Hexenjagd gibt sie sich mitnichten her. Daher blieb Zeigefinger-Mensch Weber nur der Weg, in die Medien zu gehen. In einer Presseaussendung denunziert er das Publizistik-Institut pauschal – und lässt dabei jede Redlichkeit (jetzt also doch) fahren. Er zeigt nicht auf, Weber »urteilt«: Bagatelle-Forschung lautet sein Urteil, ohne gesellschaftliche Relevanz.

Nun wird von externen Gutachterinnen und Gutachtern »beurteilt«: die Qualität einer Diplomarbeit – nicht »geurteilt« über die Würde einer jungen Wissenschafterin. Die letzte Entscheidung in dieser Frage liegt beim Rektor. Heinrich C. Mayr wird sie sich hoffentlich nicht leicht machen.

Danach sollte man bitte im Interesse aller Beteiligten Ruhe in dieser Angelegenheit einkehren lassen.

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