Navigationselemente überspringen…
… eines »innovativen« Systems. Die Uni Klagenfurt hat jetzt neue Kopierer.
Es mehren sich negative Stimmen seitens der Studierenden der Uni Klagenfurt über das neue Kopiersystem am Campus. Der Vorteil dieses Systems ist vor allem, das Scannen möglich und kostenlos ist. Kopierkostensparerinnen und –sparer erstellen sich einfach einen Scan und schicken sich die Datei per E-Mail Funktion nach Hause. Buchkopien oder Notizen kann man sich so kostengünstig und gemütlich daheim drucken. Soviel zu den schönen Seiten des studentischen Kopierlebens (und damit sind nicht die Plagiatsfälle an der Alpen-Adria-Universität gemeint).
Derzeit überwiegen die Nachteile des Systemwechsels. Und es scheint ein wenig überdachter Umstieg zu sein. So fällt gleich zu Anfang auf, dass eine Benutzung der Geräte ohne Bankomatkarte gar nicht möglich ist. In den letzten Tagen hörte man von vielen Studierenden, die kein Konto haben oder schlicht weg auf eine Bankomatkarte verzichten.
Um den Chip auf der uni@klu.CARD aufladen zu können, muss man zuerst Geld von der Bankomatkarte laden und dieses dann über die Ladestationen an der Uni auf die uni@klu.CARD übertragen. Erst dann kann man mit der Quickfunktion der Karte die neuen Geräte benutzen.
Die Frage ist: Warum tun wir uns das Aufladen überhaupt an? Das Aufladen ist nötig, da man ein gewisses Guthaben auf dem Chip gespeichert haben muss. Die Karte alleine genügt also nicht, es muss schon Geld drauf gespeichert sein, sonst gibt es keine Serviceleistung. Kein Wunder also, dass die 19 neuen Geräte am Campus von den meisten gemieden werden.
Ganz anders ist es mit dem einzigen Münzkopierer der Bibliothek, wo jeden Tag dutzende Kopierwillige anstehen, um ihre Bücher zu kopieren. Das System ist vor allem dann zu hinterfragen, wenn es um nicht ausleihbare Bücher geht und man zum Beispiel von auswärts kommt und auf Grund dessen nicht jeden Tag an der Universität ist. Stellt euch vor, ihr kommt aus dem Mölltal nach Klagenfurt, um in der Bibliothek einige Kapitel aus drei, vier Büchern zu kopieren und müsst dann dort zwei oder mehr Stunden warten, um einmal zu einem Kopierer zu kommen (vorausgesetzt ihr habt eben keine Karte und müsst den Münzkopierer benutzen). Dieses Bild ist keine Fata Morgana, es ist inzwischen real geworden. Immer wieder hört man von Studierenden, dass sie stundenlang in der Bibliothek stehen müssen und vor diesem Kopierer warten. Abgesehen davon, dass man auf Grund des digitalen Systems wohl jederzeit nachprüfen kann, welches Buch vom wem kopiert wurde. Der gläserne Student oder Studentin nimmt weiter Form an.
Nebenbei, möchte man sich als Kontoinhaberin oder -inhaber und Kartenbenutzerin oder -benutzer das Aufladen des Chips auf der uni@klu.CARD ersparen ist es auch möglich, direkt mit der Bankomatkarte zu bezahlen und diese zum kopieren zu benutzen. Allerdings zu einem höheren Tarif für Kopien und Ausdrucke, da dann der Preis für Externe zu bezahlen ist.
Fazit: Schöne neue Geräte, mit einer Menge netter Funktionen, vor allem Scannen und per E-Mail als pdf-Datei nach Hause schicken ist sinnvoll für die Geldbörse. Negativer Beigeschmack, das total verfehlte Nötigwerden eines Kontos bzw. einer Bankomatkarte, um dieses Equipment erst benutzen zu können. Ein ausgeklügeltes System, welches also wohl sehr lange überlegt wurde.