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Wolf Haas: »Das Wetter vor 15 Jahren« – eine (Un)Kritik

Eine Unkritik, von Aislinn Pibal

Buch-Cover: „Das Wetter vor 15 Jahren“

»Das Wetter vor 15 Jahren« um 19,50 Euro bei KBuch.

Um es auf den Punkt zu bringen: Wolf Haas, bleib’ bei deinen Krimis! Denn mir scheint das Experiment eine Liebesgeschichte SO zu konstruieren, leider zum Tode verurteilt. Keine Emotion, keine Spannung, keine Träne im Augenwinkel, DAS fühlt sich einfach nicht liebend genug an! Der Plan die Geschichte eines am Leben gescheiteten Bergarbeiters aus Deutschland zu erzählen, der seine große Urlaubsliebe aus Österreich durch »Wetten dass…« wieder zu finden hofft, verliert sich in einem Labyrinth aus Wiederholungen und schalem Wortbeiwerk. Über unzählige Seiten zieht sich die Beschreibung des »Wetters vor 15 Jahren« hin wie Kaugummi und schmeckt nicht nach mehr, sondern nach eingeschlafenen Füßen!

Ganz ehrlich? Ich mag dieses Buch nicht! Es hat nämlich etwas geschafft, das kein Buch zuvor geschafft hatte: Es hat den Lesemuffel in mir zum Leben erweckt!


Über die Autorin bzw. den Autor
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Aislinn Pibal
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Eva Wohlfarter
Eva Wohlfarter
PLUS.Punkt-Redakteurin

Eine Kritik, von Eva Wohlfarter

Irgendwie haben Interviews eine etwas verstaubte Aura: ähnliche Fragen, ähnliche Antworten, weder neu noch aufregend und schon gar nicht literarisch. Wolf Haas beweist, dass es auch anders geht: Sein neuer Roman »Das Wetter vor 15 Jahren« ist ein 224-seitiges Interview. Im Dialog erzählt Haas über sein neues Buch, verknüpft dabei eine außergewöhnliche Liebesgeschichte mit teilweise überzeichneten Interpretationen und einer Fülle von Sprachwitzen. Ganz anders als in seinen bekannten Brenner-Krimis verwendet er eine gehobene, humorvolle Umgangssprache, die allein schon lesenswert ist.

In Verbindung mit den vielen unerwarteten Wendungen des fiktiven Gesprächs beweist Haas mit seinem neuesten Roman, dass es auch Literatur gibt, die sich zum Mitnehmen ins Strandbad eignet – wie schon die Luftmatratze auf dem Umschlagbild suggeriert.

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