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Warum ein ehemaliger ÖH-Vorsitzender ein Déjà-vu erlebt und mit der ÖVP-AG keine ÖH zu machen ist.
Die Geschichte ereignet sich zweimal, postulierte Hegel, und Marx fügte spöttisch hinzu: Einmal als Tragödie, einmal als Farce. Und so fühlt man sich dieser Tage unweigerlich an das Jahr 2004 erinnert, als in der ÖH Klagenfurt Putsch gespielt werden sollte.
Damals wie heute gab es die Fraktion »Aktionsgemeinschaft« an der Klagenfurter Uni nur ob des massiven Engagements der Kärntner JVP. Damals wie heute bestand die Auffassung von ÖH-Arbeit des von dieser Fraktion gestellten ersten stellvertretenden ÖH-Vorsitzenden primär darin, bei der täglichen Zeitungslektüre möglichst oft über den eigenen Namen zu stolpern. Und damals wie heute waren es die Unabhängigen, die mit ihrem Engagement und Einsatz die ÖH am Laufen hielten und sie zu einer einflußreichen Interessensvertretung für die Studierenden gemacht haben.
Die Unabhängigen wohlgemerkt, nicht nur die Mitglieder der PLUS (denn von letzteren gab und gibt es stets zu wenige, um alleine und in eigener Machtvollkommenheit zu walten). Studierende, denen es nicht um eine Parteikarriere geht, sondern die für ihre Kolleginnen und Kollegen etwas erreichen wollen. Kein Platz für Freunderlwirtschaft.
Eine höchst unbefriedigende Situation, wenn man der Mutterpartei für Gemeinderats- oder Landtagswahlkämpfe eine Bühne bieten will. Grund genug für einen Putsch, oder zumindest für den Versuch eines solchen. Logisch, denn für eine wirkliche Studierendenvertretung fehlen einer Retortenfraktion ohnehin die quantitativen und qualitativen Ressourcen.
Wir hätten es wissen müssen.
zeitgeist
Donnerstag, 15. Mai 2008
21:24
Re: Wir hätten es wissen müssen
Peter Putzer
Freitag, 16. Mai 2008
08:34
Re: Re: Wir hätten es wissen müssen