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Die ÖH »genießt« leider nicht zu Unrecht den Ruf eines politischen Kindergartens. Viele Politikerinnen und Politiker sammelten ihre ersten Erfahrungen in der ÖH, die leider viel zu oft als Ausbildungsplatz der Politik herhalten muss. Wohin das führt, hat das letzte Jahr gezeigt. Es gab vom rot-schwarzen (der später rot-orange wurde) Vorsitz keine neuen Ideen oder Fortschritte für die Studierenden.
Dass ist vor allem unfair den über 130 ehrenamtlichen Studierenden gegenüber, die sich tagtäglich im Dienste der ÖH für ihre Studienkolleginnen- und Kollegen einsetzen. Die meisten von ihnen arbeiten unabhängig und nur ein kleiner Teil gehört einer Partei an. Trotzdem haben sie mit dem eingangs erwähnten Ruf eines Politik-Kindergartens zu kämpfen.
Um dem entgegenzutreten hat eine Gruppe von parteiunabhängigen Studierenden vor zehn Jahren die »Plattform Unabhängiger Studierender« kurz: »PLUS« gegründet. Klares Ziel: die Parteiwirtschaft in der ÖH aufzubrechen und eine Alternative anzubieten. Diese Idee wird noch heute weitergetragen. Deshalb kandidiert die »PLUS« auch heuer wieder für die ÖH-Wahl. Das Ziel, dass parteiunabhängige Studierende wieder die größte Gruppe in der ÖH stellen ist hoch aber realistisch. »Wichtig ist, das möglichst viele parteifreie Studierende in den einzelnen Studienvertretungen kandidieren«, erklärt Daniel Gunzer, im Vorsitzteam der PLUS und ehemaliger parteiunabhängiger Vorsitzender der ÖH. »Denn diese arbeiten wirklich konstruktiv für bessere Studienbedingungen und nicht weil sie eine Parteikarriere in Aussicht haben. Das hat die Vergangenheit so gezeigt.«.
Nur durch möglichst viele Kandidatinnen und Kandidaten ist es möglich die Parteizöglinge von der ÖH fernzuhalten und allen Studierenden die Möglichkeit zu geben, mitzuarbeiten und mitzugestalten. Aus diesem Grund unterstützt die PLUS alle parteifreien Kandidatinnen und Kandidaten. Natürlich auch ohne Mitgliedschaft oder Gegenleistung.
Es gibt in der PLUS kein Parteibuch oder ähnliches. Jede oder jeder soll in jenen Bereichen arbeiten, in denen der am besten ist. So sind die Stärken im bildungspolitschen, Gender-, sozialen, gesellschaftspolitischen und auch im Servicebereich weit verteilt. Zum Wohle der Studierenden und nicht zum Wohle der Parteien.