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84 Prozent der Studis würden rund 2686 € pro Jahr fehlen.
Nur 16 Prozent der Studierenden sind vor dem 24. Geburtstag mit ihrem Studium fertig. Alle anderen leiden finanziell. Sollte die von der SPÖ und ÖVP geplante Kürzung der Familienbeihilfe zutreffen, wäre dies die höchste je stattgefundene Kürzung bei einem Spar-Budget für einen ganz bestimmten Teil
der Gesellschaft – nämlich bei uns Studierenden. Gegen Sparen spricht ja nichts, aber wenn dann bitte ausgewogen und gerecht.
Hier die wichtigsten Infos.
Wie schaut die Kürzung aus?
Ab dem 24. Geburtstag bedeutet die Kürzung einen jährlichen Verlust von 2.685,90 EUR (13x Familienbeihilfe á Euro 152,70 plus 12x Kinderabsetzbetrag á 58,40).
Ist es jetzt fix?
Nein, bis zu dem Budget-Beschluss im Parlament (20. – 22. Dezember) haben wir Studierende gemeinsam mit immer mehr werdenden Verbündeten noch die Möglichkeit durch Protest und vielfältige Aktionen Druck auf die Politik auszuüben. Es ist also noch nichts verloren und es tut sich schon langsam etwas.
Wie sieht es mit der Mitversicherung bei den Eltern aus?
Laut neuesten Informationen sollte die Mitversicherung bei den Eltern bis 26 bleiben. Falls ihr nichts anderes hört, seid ihr weiterhin bei euren Eltern mitversichert.
Warum wäre eine Kürzung so ungerecht?
Das Spar-Budget von SPÖ und ÖVP trifft in erster Linie Familien und Studierende und verschont Besser-Verdiener und Wohlhabende im Vergleich dazu. Auch jene, die die Wirtschaftskrise verursacht haben (Banken, Spekulanten) werden verhältnismäßig geschont. Zusätzlich werden Pensionprivilegien und
Bürokratie/Verwaltung (Beamten) ausfinanziert und viele weitere Ungerechtigkeiten (Landeskaiserbauten etc.). Es spricht ja nichts gegen Sparen, aber wenn dann gerecht und ausgewogen.
Welche Studierende wären betroffen?
Nur 16 Prozent der Studierenden schließen ihr Studium vor ihrem 24. Geburtstag ab – also sind fast alle bzw. 5 von 6 Studierenden betroffen. Besonders schwer haben es Absolventen von BHS oder HTL. Studierende, die mehr als einen Bachelor machen möchten. Jene, die einmal ein Studium wechseln, ein Auslandssemester absolvieren möchten, erwerbstätig (vor oder neben Studium) sind, ein Doppel-Studium machen, jene Studierende mit hoher Mindesstudienzeit, jene die längere Praktika machen oder all jene, die aufgrund der schlechten Bedingungen (überfüllte Seminare, etc.) unverschuldet warten müssen. (neu: Zivildienst- und Präsenzdienstzeiten werden voraussichtlich verlängert. Studienbeihilfeempfänger – nur 18% der Studierenden – voraussichtlich auch. Ein Tropfen auf den heißen Stein).
Was können wir noch dagegen tun?
Viel. Es wird in den nächsten noch viele Aktionen der ÖH geben. Beteiligt euch und macht mit. Bis zum Budget-Beschluss (20.- 22. Dezember) haben wir noch die Chance das Schlimmste zu verhindern.
Wurde dann wenigstens das Uni-Budget ausgebaut?
Nein. Die angeblichen 80 Mio. EUR mehr sind ein reiner PR-Gag: es wird nur eine angedachte Sparmaßnahme zurückgenommen. Real fließt kein Euro mehr für die Uni. Mehr Infos dazu folgen…