Navigationselemente überspringen…

Abgeräumt

Papierflieger aus einem 10-Euro-Schein

Letzte Woche hat die grün-rote ÖH-Exekutive den Entwurf für die Aufteilung des nächstjährigen ÖH-Budgets vorgelegt, der kommenden Samstag in der Universitätsvertretung beschlossen werden soll. Es handelt sich dabei um das erste komplett eigenständig von dieser Exekutive erstellte Budget, denn das letzte wurde ja noch unter dem Vorsitz der PLUS genehmigt.

Welche Schwerpunkte setzen also GRAS und sozialistische Studierende? Ganz klar, könnte man meinen, Basisdemokratie und Soziales, und wähnte sich dabei auf der sicheren Seite.


Über die Autorin bzw. den Autor
Bild Name, Funktion und E-Mail-Adresse
Peter Putzer
ÖH-Vorsitzender 2003–2004

Doch trotz eines insgesamt größeren Kuchens (die ÖH Klagenfurt erhält dieses Jahr prozentuell mehr von den ÖH-Beiträgen) will die Exekutive den direkt gewählten Studienvertretungen mehr als 6.000 Euro wegnehmen. Einzig ABW und Pädagogik erhalten ein wenig mehr, alle anderen verlieren im Schnitt über 500 Euro (Anglistik/Romanistik/Slawistik sogar fast 3.000 Euro). Basisdemokratie? Nicht beim Budget.

Die wirkliche Überraschung gibt es beim Sozialressort. Bisher war es mit 10.000 Euro vergleichsweise üppig dotiert, denn darin war auch der Sonderhärtefonds für Studierende in sozialen Notlagen enthalten. Weniger als ein Drittel, nämlich 3.000 Euro, sollen davon überbleiben. Aha, könnte man denken, vielleicht wurde der Fonds einfach in eine eigene Kostenstelle ausgelagert?

Aber ein entsprechender Posten findet sich im gesamten Entwurf nicht. Fazit: Ausgerechnet eine von VSStÖ und GRAS geführte ÖH räumt den Sonderhärtefonds ab. Ganz sozial.

Kommentare

  1. Re: Abgeräumt

    Und wie schaut die gesamte Budget-Aufstellung aus???
    Sehr transparent und informierend fand ich diesen Beitrag ehrlich nicht…

    1. Re: Re: Abgeräumt

      100 euro uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu

    2. Jahresvoranschlag

      Du hat schon recht, lieber Diddl, daß der Artikel der Erläuterung des Jahresvoranschlags eigentlich zu wenig Raum gibt. Das hat allerdings „technische“ Gründe, nämlich daß ich für die Druckausgabe des PLUS.Punkt auf 1300 Zeichen beschränkt war und deshalb nur einen kurzen Kommentar verfassen konnte, keine ausführliche Analyse.

      Daß ich dabei quasi die Kenntnis des Jahresvoranschlags bei der geneigten Leserin und dem geneigten Leser vorausgesetzt habe, liegt daran, daß das Budget eigentlich zur öffentlichen Einsichtnahme aufliegen sollte. Nach Deiner Anfrage habe ich kurz auf der ÖH-Homepage recherchiert, offenbar ist dem nicht so. Ein (ich bin versucht zu sagen: weiteres) Versäumnis der derzeitigen ÖH-Exekutive.

      Liebe Grüße,
      Peter Putzer


blank info