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Alle schimpfen. Ich auch. Nur schimpfen die einen, dass sie geschlechtergerecht schreiben sollten und ich darüber, dass sie es nicht tun. Es verschandelt die Sprache sagen sie und sprechen und schreiben dreist weiter »Denglisch« (Anglizismen im Deutschen) und benutzen den Dativ statt des Genitivs. Kennt noch wer den Genitiv? Ihr wisst schon: die Frau des Mannes und so. Man kann auch sagen, die Frau ist dem Mann untergeordnet. Aber: Er ist Manager, sie Putzfrau. Keine Differenzierung nötig, wir sind gleich. Wie im Kommunismus.
Auch ich zaudere, weil ich nicht weiß, wie ich das generische Maskulinum umgehen soll, na und? Kreativität erlaubt. Änderung ist nötig, oder schreibt noch wer »daß«? Immerhin beginnen Leute »daß [sic!]« beim Zitieren zu schreiben. Ich betone »wenn«, denn scheinbar geht das Zitieren gleich dem Genitiv und Teilen des deutschen Wortschatzes verloren. Seid bitte so gut und sprecht nicht von Schreibkultur, wenn ihr eigentlich sagen wollt: »Ich tue mir schon schwer mit dem Schreiben, geschlechtergerechtes Schreiben würde meine Fähigkeiten überstrapazieren.« Das verstehe ich und alle anderen verstehen das wahrscheinlich auch. Nur keine falsche Bescheidenheit, ihr dürft die Wahrheit sagen, deshalb leben wir in einer Demokratie und nicht in einer Diktatur. Solange es noch Missstände vorhanden sind, können und sollen sie auch angesprochen werden.