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Noch nicht lange wandle ich nun in den Gefilden der ÖH, schon wurde mein Gewissen mit einer ihrer zurzeit dunkelsten Seiten konfrontiert: dem VSStÖ. Richtig, das sind die, die eigentlich sozial sein sollten, die, die für Chancengleichheit unabhängig von der sozialen Herkunft einstehen sollten. Die, die angeblich niemanden ausgrenzen wollen.
Doch die Wahrheit sieht leider gänzlich anders aus: Da wird übelste Vetternwirtschaft bei der Vergabe der Referentinnen- und Referentenposten in der ÖH betrieben, ganz stolz wird von einer »VSSt-ÖH« gesprochen. Es war schockierend zu erfahren, wie die »Vaustis« wirklich arbeiten, welche Gehässigkeit sie Andersdenkenden entgegenbringen, und mit welcher Schadenfreude sie vermeintliche Fehler von politischen Mitbewerbern kommentieren. Da wird beispielsweise von »stinkenden Schafen« gesprochen, wenn über die PLUS diskutiert wird. Und geht es um die Stimmen der Studierenden, ist ihnen jedes Mittel Recht, denn: »So verlockend Schmutzkübelwahlkämpfe auch sein mögen, irgendwie sind sie doch das Salz in der polit. Suppe« (Philip Kucher, VSStÖ). Jetzt könnte man meinen, das wäre »eh ganz normal« in der Politik.
Doch sollten nicht gerade wir jungen Studierenden einen gänzlich anderen Kurs anstreben? Sollten wir nicht versuchen durch das Vermitteln von Inhalten etwas zu erreichen, anstatt uns ewig in polemische Diskussionen und Schmutzkübelkampagnen zu verwickeln? Es bleibt zu hoffen, dass der VSStÖ sich irgendwann wieder darauf besinnt, was das Wort »sozial« bedeutet, und die verstaubte Kiste mit seinen Wertvorstellungen unter dem Berg von Polemik und Schmutzkübeln wieder hervorholt.