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»Das Boot in Kärnten ist voll!«, meinte der BZÖ-Obmannstellvertreter Stefan Petzner in einer Ausgabe der Kärntner Woche. Was er anscheinend nicht weiß: Boote sind zum Fahren und nicht zum Bleiben da. Und die Leinen sind schnell losgebunden.
Danke, Herr Petzner. Eine gute Metapher, das mit dem vollen Boot. Wo soll’s denn hingehen? In den Osten? Über den Balkan, mit Wehmut am Irak vorbei bis nach Tschetschenien? Es würde mich interessieren, ob nach dieser kosmopolitschen Irrfahrt auch dann noch »Kärnten wird Tschetschenenfrei« oder »Kärnten wird einsprachig« in orangen Lettern und aus bezahlten Inseraten in die Augen sticht. Vielleicht wird dann aber angesichts des dort herrschenden Zustands kurz innegehalten und nachgedacht, warum diese Leute nicht unbedingt dort bleiben wollen. Und auch, dass nicht alle über einen Kamm geschoren werden können. Es gibt immer Solche und Solche: Und die kommen aus allen Ländern. Verallgemeinerung ist hier nicht angebracht. Schon gar nicht, wenn Menschen dadurch in ihrer Würde verletzt werden können.
Ich bin neugierig, wohin das Boot wirklich treibt. Ich würde mich über Erfahrungsberichte, Erlebtes und In-sich-geh-Versuche freuen. Ob ich nicht auch mit auf’s Boot will? Nein danke. Ich bleib hier.