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Es ist geschafft: Die ÖH-Wahlen 2007 sind vorbei. Die Plakate sind wieder entfernt und mit ihnen auch die Wahlstände vor der Uni. Die Wahlen haben einige Überraschungen beschert. Die größte ist allerdings negativ: die Wahlbeteiligung war extrem niedrig.
Gleich vorweg: es gibt einen neuen Leader. Der VSStÖ (Vorfeldorganisation der SPÖ) wurde stimmenstärkste Fraktion. An die zweite Stelle trat die PLUS (parteiunabhängig). Dritter wurden seit langem wieder einmal die AG (ÖVP-nahe) und vierter die GRAS (stehen mit den Grünen in Verbindung). Die anderen Fraktionen können getrost unter »ferner liefen« eingeordnet werden. Die Karten wurden also neu gemischt.
Das steht noch nicht fest. Da niemand die absolute Mehrheit hat, wird es eine Koalition geben müssen. Wie diese aussieht, steht am 11. Juni fest. Denn da werden die Vorsitzenden aus dem Kreis der neun gewählten Mandatarinnen und Mandatare bestimmt.
Die Wahlbeteiligung sank im Vergleich zum Vorjahr heuer rapide (siehe Grafik). Nur 28,1 % aller Wahlberechtigten in Klagenfurt gingen zur Urne. Kein schöner Vertrauensbeweis für die Interessensvertretung. Worin liegen die Gründe? Liegt daran, dass es heuer keinen gratis Uniparty-Eintritt für Wählerinnen und Wähler gab? Das stimmt nur zum Teil, denn: Diese wurde 2003 eingeführt, die Wahlbeteiligung stieg von 24,1 Prozent auf 34,3 Prozent. Allerdings stieg bei der nächsten Wahl die Beteiligung noch einmal mehr auf 40,4 Prozent. Die Uniparty kann es also nicht alleine gewesen sein, denn sonst hätte die Beteiligung stagniert.
Die ÖH ist in den letzten beiden Jahren sehr wenig präsent gewesen. Fraktionsveranstaltungen dominierten die Uni. So gab es heuer zwei Glühweinstände (einer von der ÖH und einer von einer Fraktion). Sozialabende wurden nicht von der ÖH sondern von Fraktionen organisiert usw. Wen wundert es noch, dass niemand zur ÖH-Wahl geht, wenn diese ÖH nicht sichtbar ist.An der Grafik ist abzulesen, wann welche Fraktion die ÖH geleitet hat und wie die Wahlbeteiligung sich geändert hat. Ein Ziel muss es sein, die ÖH wieder stärker zu präsentieren und vor allem Handlungen als ÖH und nicht als Fraktion zu setzen.