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Der eine legal, der andere zurückhaltend

Die zwei Nachwuchs-Stars am Klagenfurter DJ-Horizont sind ohne Zweifel DJ Kabé und DJ Ashton. Wer sie oder von ihnen noch nicht gehört hat, dem dürfen wir sie hier kurz vorstellen.

Klemens Breitfuss aka Kabé will mit dem ganzen Coolness-Faktor rund ums Auflegen eigentlich nichts am Hut haben. Das merkt man daran, dass er etwa seine Platten im Sports-Experts-Sackerl transportiert (und nicht im hippen DJ-Trolley) oder etwa daran, dass es ihm fast peinlich ist, davon zu erzählen, dass er DJ ist. »Ich spiel gerne Musik und aus«. Soviel Understatement, dass es schon wieder cool ist. Im selben Stil legt er auch auf: zurückhaltend aber ziemlich lässig.

Und wenn er sich nicht gerade seinem Architekturstudium widmet oder von einem skandinavischen Land ins nächste jettet, bleibt noch wenig Zeit für Musik. Diese klingt ungefähr so, als käme sie direkt aus dem Kaugummiautomaten – witzig, frech und ungesund. Soll heißen 80s-lastiger Disco-Sound gemischt mit norwegischen Elektropop. Nur im Unterschied zu den Kaugummiautomaten (man erinnere sich) ist auch immer die große Überraschung dabei.

Sein Vater zählt zu den höchsten Richtern des Landes. Trotzdem kauft Rafael Ferk bzw. DJ Ashton seine Musik legal im MP3-Format (ganz im Gegensatz zu manchen von uns). Ihm wurde die Sache langsam zu heiß, einmal in eine Kontrolle zu geraten. Was die Legalität von Musik betrifft, wird man ja als DJ, ganz im Gegensatz zu Otto Normal, genauer beäugt. Und wenn man so oft und regelmäßig wie der junge Jus-Student vor Publikum spielt, sollte man besser nichts riskieren.

Tja und seitdem er seine Musik offiziell kauft, setzt sich auch Qualität vor Quantität durch. Diese spürt man bei seinen Sets sehr deutlich. Electro House in herzhaften Varianten mit viel Gefühl fürs Publikum, damit es zumindest auf der Tanzfläche nicht ganz so legal zugeht, wie in seinem CD-Koffer.

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