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Ein neues Notensystem sorgt derzeit für Verwirrung. Am 1. Oktober änderte die Uni Klagenfurt das Benotungsschema der ECTS-Grades.
Die Umstellung erfolgte mit Stichtag 1. Oktober. Allerdings werden nicht alle Lehrveranstaltungen, die nach diesem Datum stattfinden anders bewertet, sondern alle Prüfungen. Das Problem besteht darin, dass viele Lehrende diese Umstellung nicht weiter beachtet haben und immer noch nach dem alten Schema Grades vergeben. In der Benutzeroberfläche des ZEUS für Lehrende stehen nämlich keine Noten mehr, sondern nur noch Grades. Dadurch kam es schon bei einigen Prüfungen zu einer, aus Sicht der Betroffenen, ungerechten Benotung. Das »B«, das zuvor noch einem Einser entsprach, ist nun, dem alten Notensystem nach, ein Zweier.
Das Gesetz sieht, im Zuge des Bologna-Prozesses, ein sechsstufiges Bewertungssystem vor, das von »A« bis »F« reicht, wobei »F« die schlechteste Bewertung einer Leistung ist. Sinn und Zweck dieser Grades ist es, zukünftig ein europaweites einheitliches Bewertungssystem zu schaffen. Was sich aber am Papier gut anhört, sieht in der Praxis ganz anders aus: Da jede Uni die Umrechung autonom durchführt, gibt es innerhalb von Österreich kein einheitliches System wie man das alte System mit Noten in Grades umrechnet. Auch in den anderen europäischen Ländern sieht es nicht viel besser aus.
Geändert wurde das Schema in Klagenfurt mit dem Argument, dass Studierende, die ein Auslandssemester in den USA verbringen, nur sehr schwer in Kurse kommen, weil ein »C«, das bei uns bis vor kurzem noch eine gute Bewertung war, also ein Zweier, in den USA nur noch eine durchschnittliche bis schlechte Bewertung darstellt.