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Vor kurzem wurde der slowenische Studierendenklub KSŠŠK wiederbelebt. Wofür diese Abkürzung steht und wie die Ziele des jungen slowenischsprachigen Vereins aussehen, vermittelte uns der Vorsitzende Daniel Wutti.
PLUS.Punkt: Wofür steht KSŠŠK?
Daniel Wutti: Die Abkürzung steht für »Klub slovenskih študentk in študentov na Koroškem« – zu deutsch: »Klub der slowenischen Studentinnen und Studenten in Kärnten«, sozusagen die Vereinigung slowenischsprachiger Jugendlicher in höherer Bildung. Der Klub wurde nach mehreren Jahren der Untätigkeit von uns wiederbelebt.
Was war eure Leitidee bei der Wiederaufnahme eurer Vereinstätigkeit?
Wir wollen mit unserem Vorhaben der slowenischsprachigen Jugend eine Plattform bieten und Informationen über die slowenische Volksgruppe Außenstehenden näher bringen. Auf beiden Seiten gibt es zur Zeit noch große Defizite, sowohl seitens der Verbindung jugendlicher Angehöriger unserer Minderheit, als auch im Wissen der Mehrheitsbevölkerung.
Mit welchen Mitteln wollt ihr dieses Vorhaben verwirklichen?
Konkret planen wir Informationsabende, Filmvorstellungen, Diskussionen und natürlich auch Partys zu veranstalten. In unseren Klubraum, der momentan noch von uns renoviert wird, wollen wir z.B. zu Festen mit balkanischer Musik und anderen, in Klagenfurter Studierendenkreisen bisher eher unbekannten Köstlichkeiten laden. Lacht. Wichtig ist uns vor allem aber auch die Thematisierung der Probleme in Kärnten und unserer Sicht darauf.
Du spielst auf den Ortstafelstreit und die »Urängste« in Kärnten an?
Genau. Interessierten soll so unter anderem klar werden, warum zweisprachige Ortstafeln in Kärnten selbstverständlich sein sollten, und die so genannte Urangst in Wirklichkeit eine Angst vor den eigenen Wurzeln darstellt. Auch wollen wir daran erinnern dass die slowenische Sprache die zweite Landessprache in Kärnten ist und sie viel offizieller sein sollte.
Wie siehst du als Vorsitzender des KSŠŠK die aktuelle Situation eurer Minderheit?
Es ist sehr erfreulich dass die Anmeldungen zum zweisprachigen Unterricht stark zunehmen und so mancher zweisprachiger Kindergarten sich einer größeren Beliebtheit erfreut als ein Einsprachiger. Schrecklich ist es allerdings, dass trotzdem viele zweisprachige Bildungseinrichtungen schließen müssen oder zu großen einsprachigen Einrichtungen zusammengelegt werden. Ich denke dass die Mehrheit der Bevölkerung Kärntens inzwischen viel weiter ist als die Landespolitik. Von der neuen Regierung erwarte ich eine Berücksichtigung dieses Umstandes.