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Adieu 2006, Bonjour 2007. Ein Jahr geht vorbei, ein neues kommt. Was ist in den letzten 345 Tagen passiert? Drei brisante Highlights mit Begründung, warum diese Höhepunkte am besten mit dem Kater nach Silvester verschwinden sollen.
»Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben«, lautet ein Sprichwort, dass schon unseren Großmüttern und -vätern vor Enttäuschungen feite. Da wir alle wissen, dass Sprichwörter nichts anderes als Metaphern sind und förmlich danach schreien, praktisch angewandt zu werden, tun wir dem Sprichwort einen Gefallen und sagen: Man darf ein Jahr nicht vor Silvester loben. Sechs Jahre nach dem Millennium, zu dem eigentlich die Apokalypse über die Bühne hätte gehen sollen, stehen wir wieder hier, in einem schneelosen Winter und, die in Falten gelegte Stirn verrät‘s, denken angestrengt darüber nach, was eigentlich passiert ist, in den letzten 345 Tagen.
Mit dem Ausgang der Nationalratswahlen 2006 wurde österreichischen Studierenden wieder einmal die Bedeutung unseres durchaus sinnvollen Sozialstaates verdeutlicht. Das Versprechen, die lästigen Studiengebühren abzuschaffen, gab uns Herr Gusenbauer, bevor man seiner Partei, und dadurch auch ihm, einen Platz auf dem Regierungsthron reservierte. Was ist passiert? Nichts! Tausende Studierende warten immer noch gespannt auf die Beantwortung einer Frage: Haben die Versprechen in der Politik genau so viel Sinn, wie Schnee schaufeln im Dezember 2006? Hoffnung in dieser Causa gibt es, aus aktueller Perspektive, eher weniger. Helfen würde nur noch eins: Ein Weihnachtswunder.
Ein solches wäre im Falle »Weber, dem unerbittlichen Jäger« (Kronen Zeitung, 11. Dezember 06) auch mehr als angebracht. Angeheizt durch Eigenmotivation vergrub sich dieser in Unmengen von Diplomarbeiten, um hie und da ein paar »Hasen« (Krone) ein „Nicht Genügend“ zu verpassen. Die selbsternannte »didaktische Fehlbesetzung« (Krone), übernahm großzügigerweise die Aufgabe der Plagiatspolizei, sehr zum reputationstechnischen Leiden der Uni Klagenfurt, und deckte gleich drei Plagiatsfälle an unserer Alma Mater auf. Der »unerbittliche Jäger«, ein akademischer Moralapostel, zu finden in der Kategorie: Meinungen, die die Welt nicht braucht.
Und wenn wir schon beim Thema Uni und Barrieren der Forschung wären, dürfen die angeblich so furchtbar notwendigen Zugangsbeschränkungen nicht ausgeklammert werden. Im Nostradamus-Stil großartig vorhergesagt, ist die Uni Klagenfurt auch im Jahr 2006, zumindest in Publizistik und Kommunikationswissenschaft, nicht von Studierenden Tsunami-artig überschwemmt worden. Was bleibt ist die Hoffnung. Dabei stützen wir uns auf ein anderes Sprichwort: Am Ende wird alles gut. In diesem Sinne: Prosit Neujahr!