Navigationselemente überspringen…
Startseite > Plattform > Archiv > Ziele 2009 >
„Hemmungslos Studieren“ ist nicht immer möglich und Ungerechtigkeiten gibt es zuhauf. Die PLUS steht für freien und fairen Hochschulzugang, bessere Qualität in der Lehre und mehr Mitbestimmung der Studierenden.
Studierende aus Nicht-EU Ländern bezahlen immer noch Studiengebühren, was eine ungerechtfertigte Hürde darstellt. Wir fordern daher die Abschaffung der Studiengebühr für Studierende aus Nicht-EU Staaten.
Gerechtigkeit ist beim Studieren leider nicht immer selbstverständlich. Wenn mehr als die Hälfte der Studierenden bei einer Prüfung durchfällt, hat wohl bei der Wissensvermittlung etwas nicht gestimmt. Unsere Forderung an den Senat: solche Prüfungsantritte dürfen nicht mehr auf die maximale Anzahl der Prüfungswiederholungen angerechnet werden.
Da sich die Plattform Unabhängiger Studierender (PLUS) dem Ideal der Chancengleichheit für alle verpflichtet fühlt, lehnen wir Zulassungsbeschränkungen jeder Art entschieden ab. Das betrifft sowohl Zugangsvoraussetzungen im herkömmlichen Sinn, als auch finanzielle Barrieren in Form von Studiengebühren.
Studentische Mitbestimmung ist ein wichtiger Bestandteil unserer demokratischen Universitätstradition. Trotz aller Widrigkeiten von Gehrers „Uni-Reform“ ist es uns in Klagenfurt gelungen, vieles davon zu bewahren. Um diese demokratischen Errungenschaften aber dauerhaft zu verteidigen und mit Leben zu erfüllen, ist das Engagement möglichst vieler Studierender notwendig. Wir wollen das Interesse und die Motivation für Mitbestimmung und Partizipation an unserer Uni steigern.
In einigen Studienrichtungen (wie etwa der Psychologie) herrscht ein eklatanter Mangel an Lehrveranstaltungsplätzen. Verstärkt wird dieses Phänomen durch die Leistungsvereinbarungen der Uni mit dem Ministerium, wodurch sich die Universitäten allgemein mehr der Forschung als der Lehre zuwenden. Wir werden uns bei Rektorat und Senat dafür einsetzen, dass finanzielle Mittel vorrangig zum Abbau dieser Studienhürden eingesetzt werden.
Alle Lehrveranstaltungen werden regelmäßig evaluiert. Wir fordern verpflichtende didaktische Nachschulungen für Lehrende, die bei diesen Überprüfungen mehrfach schlecht abschneiden.
Die Umstellung auf das sogenannte „Bologna-System“ (Teilung der bisherigen Diplomstudien in separate Bachelor- und Masterstudien) darf nicht zu einer Verschulung des Studiums führen. Wir setzen uns dafür ein, dass „Lernfreiheit“ nicht zu einer hohlen Phrase verkommt!
Mit der Lissabon-Konvention begann im Jahre 1997 eine hochschulpolitische Entwicklung im europäischen Raum, welche 1999 in der Bologna-Erklärung endete. Die Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraums bis 2010 wurde als Ziel proklamiert.
Zur Erreichung dieses Ziels wurden folgende Maßnahmen festgelegt:
Kommt es bei deinen Lehrveranstaltungen auch vor, dass sich mehrere Studierende ein Buch teilen müssen? Wir setzen uns dafür ein, dass bei Neuanschaffungen der Bibliothek Bücher für Studierende Priorität vor den intellektuellen Steckpferden von Lehrenden haben.
Das Moodle-System soll um Online-Vorlesungen erweitert werden. Dies hilft berufstätigen Studierenden sowie Seh-, oder Hörbehinderten, die sich die Vorlesung oft selbst umständlich selbst aufnehmen und im Nachhinein transkribieren müssen.
Skripten der ÖH sollen auch online kostenlos verfügbar sein. Viele Seiten müssen nicht ausgedruckt werden. So wird Geld und Papier gespart. Außerdem gelten Skripten als notwendige Lernmaterialen und sollen den Studierenden einfach, schnell und gratis zu Verfügung gestellt werden.
Die Öffnungszeiten der Bibliothek müssen ausgeweitet werden. Vor allem Berufstätige Studierende sollen die Bibliothek auch am Abend nützen können. Nur am Donnerstag bis 21 Uhr geöffnet zu haben ist zuwenig.